Aktuelles
Stoppt die Bebauung des VfL-Post- Geländes:
Klimaschutz und Bürgerwillen ernst nehmen!
von Andreas Klöpfer
Die geplante Wohnbebauung des VfL-Post-Geländes steht kurz vor dem Beschluss. Doch für die Menschen in der Pliensauvorstadt bedeutet dies den Verlust essenzieller Frei- und Sportflächen, sowie eines wichtigen sozialen Treffpunkts. Auch gesamtstädtisch ist das Vorhaben fatal: Es entfiele ein Gebiet mit wichtiger klimatischer Funktion, das durch seine Kaltluftproduktion und den wertvollen Baumbestand für das Stadtklima unverzichtbar ist. Neue Anpflanzungen können alte Bäume erst nach Jahrzehnten ersetzen.
Der Bürgerausschuss hat sich gegen den geplanten Bebauungsplan ausgesprochen. Im sogenannten ISEK-Prozess, einem Beteiligungsformat, hat die Verwaltung versucht, das Thema auszuklammern. Trotzdem wurde deutlich, dass sich eine Mehrheit der Menschen den Erhalt dieser Sport- und Freifläche wünscht. Die ISEK-Ergebnisse wurden dem Gemeinderat noch nicht offiziell vorgestellt, dennoch mehren sich auch dort die kritischen Stimmen. Dass die Verwaltungsspitze trotz begründeter Widerstände, trotz entgegengesetzter Versprechen im Wahlkampf von OB Klopfer und SPD-Fraktion, den Bebauungsplan mit einer knappen Ratsmehrheit erzwingen will, beschädigt das Vertrauen in die Stadtpolitik massiv.
Dies erinnert an den befremdlichen Vorstoß »Verkauf Heugasse 11« unmittelbar nach dem deutlichen Bürgerentscheid zum Büchereistandort. Wir verkennen den angespannten Wohnungsmarkt nicht, aber die Versiegelung wertvoller Grünflächen ist der falsche Weg. Stattdessen müssen wir Investoren an ihre bestehenden Planungsrechte auf bereits versiegelten Flächen wie dem Nürk-, Roser- und Hahn-Areal erinnern. Zusammen mit dem Tobias-Mayer-Quartier und der Flandernhöhe lassen sich weit über 1.000 Wohneinheiten entwickeln.
Mit dem sogenannten »Bauturbo« sind auch Aufstockungen, Erweiterungen und Anbauten nun deutlich schneller und einfacher umzusetzen. Zudem ist die Chance auf bezahlbaren Wohnraum hier weitaus größer, da die Gebäude bereits vollständig in das Versorgungsnetz eingebunden sind. Es muss keine teure neue Infrastruktur geschaffen und keine klimawirksame Fläche neu erschlossen werden, wie es beim VfL-Post-Gelände der Fall wäre.
Die aktuelle Planung ist zudem wenig nachhaltig: Das Gebiet liegt abseits einer fußläufigen Erreichbarkeit zur Innenstadt. Eine Anbindung durch einen neu zu bauenden Steg ist laut Verwaltung unrealistisch. Die heute schon schwierige Parksituation würde sich zudem weiter verschärfen.
In der aktuellen Haushaltslage sollte die Stadt ihr Personal lieber für konsensfähige, bereits projektierte Potenziale einsetzen, statt für dieses umstrittene, langwierige Bebauungsplanverfahren. Lassen Sie uns stattdessen die Idee eines Bürgerparks mit Aktivspielraum und reaktiviertem Sportplatz aufgreifen.
Andreas Klöpfer
Pliensauvorstadt will ihren VfL-Post behalten!
Beim VfL-Post sind die Menschen in der Pliensauvorstadt maximal betroffen, weil es sich um die einzige Frei- und Sportfläche im Stadtteil handelt. Aber zu Beteiligten werden die Menschen hier nicht gemacht. Über die Köpfe hinweg will der OB zusammen mit den drei genannten Fraktionen den einzigen Sportplatz zerstören – ganz im Gegensatz zu seinem Wahlversprechen.
WeiterlesenRede von Stadtrat Andreas Klöpfer
Wir brauchen eine nachhaltige Finanzpolitik mit Investitionen für die Zukunft. Angesichts leerer Kassen und steigender Verschuldung müssen wir uns auf das Notwendige und Machbare beschränken.
Unser Prinzip muss sein: Keine leeren Versprechungen, sondern das realisieren, was Esslingen für eine zukunftsfähige und nachhaltige Entwicklung wirklich voranbringt.
In der Kürze liegt die Würze
Unsere Position: Die Erhöhung der Schulden von 42 auf 107 Millionen Euro ist nicht akzeptabel. Das belastet die nächste Generation.
Wir fordern einen Verzicht auf den Kauf und die Sanierung des Kögel-Gebäudes. Für die Bücherei haben wir den Pfleghof. Kögel und Pfleghof sanieren ist finanziell nicht drin und erhöht die Schulden.
Das sind unsere Ziele
2. Für eine modernisierte und zukunftsfähige Stadtbücherei
3. Kita-Gebühren senken
4. Mehr Bürgerbeteiligung, Transparenz und Teilhabe
5. Für ein lebenswertes Esslingen
Stadtticket, Naherholung, Freiräume für Kinder und Jugendliche
Das sind wir
WIR und Sportplätze erhalten haben bei der Gemeinderatswahl am 9. Juni 2024 zwei Sitze im Esslinger Gemeinderat erhalten. Hermann Beck und Andreas Klöpfer setzen sich im Gemeinderat für die Themen Sportplätze, Bücherei, Kita-Gebühren, Bürgerbeteiligung und lebenswertes Esslingen ein. Herzlichen Dank an alle Wählerinnen und Wähler, die uns ihr Vertrauen geschenkt haben!
Hermann Beck
Diplom-Verwaltungswirt, zuletzt Geschäftsführer einer Familienbildungsstätte. Ehrenamtlich engagiert beim Turnverein Hegensberg, als Vorleser im Kindergarten und im Förderverein Stadtbücherei; aktiv beim Bündnis für Klimagerechtigkeit.
»Anpacken, mitmachen, mitgestalten. Demokratie lebt vom Engagement der Menschen. Dafür sind neue Beteiligungsformen nötig.«
Andreas Klöpfer
Andreas Klöpfer, 53, eine Tochter, Architekt/Stadtplaner, steht für eine lebenswerte Stadt für ALLE. Für eine sozialverträgliche, partizipative und nachhaltige Stadtentwicklung. Bodenversiegelung begrenzen, ökologisch ausgleichende Freiflächen erhalten, inkl. der Spiel- und Sportflächen!
»Für eine zukunftsgerechte Stadtplanung: Mitbestimmung, Teilhabe und Transparenz.«
